Ulrich Beerwerth, Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz, Alexianer Münster GmbH

In welchem Bereich können sich Freiwillige bei Ihnen engagieren?

Freiwillige werden bei uns in der Betreuung und Pflege von an Demenz erkrankten älteren Menschen eingesetzt. Unsere Wohngemeinschaften haben eine Größe zwischen acht und zwölf Bewohnern. Schwerpunkt ist die Anleitung und Unterstützung der Bewohner in allen Bereichen des täglichen Lebens mit dem Ziel einen „Wohlfühlalltag“ für die Bewohner der WG zu erreichen. Da es bei uns keine Funktionsbereiche gibt sind alle Mitarbeiter in den Bereichen Betreuung, Hauswirtschaft und Pflege tätig.

 Welche Vorteile sehen Sie für Ihre Einsatzstelle durch den Einsatz von Freiwilligendienstleistern?

 Freiwillige sind eine große Unterstützung für die älteren Menschen in unseren Wohngemeinschaften. Durch ihren Einsatz und ihre Kreativität können wir den Menschen einen anregungsreichen Alltag anbieten. Auch die weiteren Mitarbeiter profitieren von den vielen Ideen der Freiwilligen.

 Warum arbeiten Sie mit dem Deutschen Roten Kreuz als Träger zusammen?

 Das DRK leistet sehr gute Bildungsarbeit und unterstützt sowohl die Freiwilligen als auch uns als Einsatzstelle.

Welche Vorteile und Lerneffekte sehen Sie für die engagierten Freiwilligendienstleistenden durch die Arbeit bei Ihnen?

In erster Linie besteht bei uns die Möglichkeit Menschen kennenzulernen, diese zu verstehen und zu begleiten. Menschen, die vielleicht nicht immer über den Verstand zu erreichen sind, die liebevolle Zuwendung mit viel Freude annehmen und diese Freude auch zurückgeben. Gerade für junge Freiwillige ist der Erwerb lebenspraktischer Fertigkeiten gerade im Bereich Hauswirtschaft häufig eine große Bereicherung. Es ist nämlich gar nicht so einfach ein ausgewogenes Mittagessen für zehn Menschen zu kochen.
Durch die qualifizierte Begleitung der Freiwilligen werden Grundlagen der Altenpflege und Gesundheits- und Krankenpflege erworben. Vielen Freiwilligen bieten wir nach dem Dienst eine Ausbildungsstelle in diesen Bereichen an.

Markus Giesbers, St. Magnus-Haus Everswinkel

In welchem Bereich können sich Freiwillige bei Ihnen engagieren?

Freiwillige werden bei uns in der Pflege, bei Alltagsbegleitungen in der Tagespflege und im hauswirtschaftlichen Bereich eingesetzt.

Welche Vorteile sehen Sie für Ihre Einsatzstelle durch den Einsatz von Freiwilligendienstleistern?

Der Einsatz von FSJ-lern ist eine tolle Bereicherung für unser Haus: Die jungen Frauen und Männer erzählen unseren BewohnerInnen von ihrem Alltag, dadurch ergeben sich viele intensive Kontakte. Der gegenseitige Austausch der Generationen führt meist zu größerem Verständnis füreinander. Der unvoreingenommene Blick der Freiwilligen führt manchmal zu kreativen Verbesserungsvorschlägen für die tägliche Arbeit. Außerdem beleben junge Menschen den täglichen Pflege- und Arbeitsalltag bei uns im Haus. In ihrem Freundeskreis können sie dann erzählen, dass die Arbeit mit alten Menschen ganz schön cool sein kann.

Warum arbeiten Sie mit dem Deutschen Roten Kreuz als Träger zusammen?

Wir erleben die Zusammenarbeit mit dem DRK Münster als überaus positiv: Die Freiwilligen werden in den Seminaren gut begleitet. Wenn es mal Probleme gibt, sind die Bildungsreferenten immer ansprechbar und hilfsbereit. Auch auf unsere Wünsche, dass beispielsweise die FSJ-ler nicht gleichzeitig Seminarwochen haben, wird immer unbürokratisch Rücksicht genommen.

Welche Vorteile und Lerneffekte sehen Sie für die engagierten Freiwilligendienstleistenden durch die Arbeit bei Ihnen?

Vor dem FSJ sind Opa und Oma meist die einzigen Senioren, die sie kennen - und die sind oft noch sehr fit. Durch den Alltag mit beispielsweise demenzkranken Menschen haben sie die Möglichkeit, einfühlsam mit hilfsbedürftigen Senioren umzugehen. Dabei lernen sie, dass es ganz unterschiedliche Wahrnehmungen von Wirklichkeit gibt und jede ihre Berechtigung hat; Korrigieren bringt einen da nicht weiter.
Viele FSJ-ler sind erstmalig im Berufsleben integriert und lernen, was es heißt, Verantwortung – auch für andere – zu übernehmen. „Ich durfte zum ersten Mal selbständig arbeiten und ich kann heute viel besser auf andere Menschen zugehen“, so das Fazit unserer aktuellen FSJ-lerin.
Egal in welchem Arbeitsfeld sie danach tätig sein werden, in Bezug auf ihr Leben und das eigene Älterwerden haben sich die Ansichten nach dem Freiwilligendienst meist verändert; und häufiger ist das FSJ eine gute Grundlage für eine anschließende Ausbildungs- oder Studienentscheidung.

Michael Krimpmann, Rettungsdienst, DRK-Kreisverband Münster e.V.

In welchem Bereich können sich Freiwillige bei Ihnen engagieren?
Freiwillige werden bei uns im qualifizierten Krankentransport eingesetzt, d.h. sie erhalten die vorgeschriebene Ausbildung zum Rettungssanitäter, die weit über einen einfachen Fahrdienst hinausgeht.

Welche Vorteile sehen Sie für Ihre Einsatzstelle durch den Einsatz von Freiwilligendienstleistern?
Zunächst einmal sind die Freiwilligendienstleistenden natürlich eine große Unterstützung für uns. Es ist immer wieder eine Freude, mit jungen Leuten zusammenzuarbeiten, die unser Team mit „frischem Wind“ beleben. Die Rekrutierung von qualifiziert ausgebildetem Personal spielt bei uns natürlich auch eine große Rolle. Wenn die Freiwilligen ihr FSJ oder den BFD beendet haben, hoffen wir darauf, dass sie sich auch weiterhin im Rettungsdienst engagieren. Der Vorteil für uns besteht darin, dass diese Leute dann schon entsprechend ausgebildet sind, Praxiserfahrung haben und wissen, wie der Hase läuft.

Warum arbeiten Sie mit dem Deutschen Roten Kreuz als Träger zusammen?
Das war für uns natürlich gar keine Frage. Wir gehören als DRK-Kreisverband ja selber zum Roten Kreuz und fühlen uns daher bei den DRK-Freiwilligendiensten sehr gut betreut.

Welche Vorteile und Lerneffekte sehen Sie für die engagierten Freiwilligendienstleistenden durch die Arbeit bei Ihnen?
Die Freiwilligen erhalten bei uns an erster Stelle eine fachgerechte Qualifizierung. Diese kann für viele durchaus bereits eine Vorstufe zur Berufsausbildung darstellen, wenn sie beispielsweise Rettungsassistent werden möchten oder sich für einen medizinischen Beruf interessieren. Es stehen ihnen viele Wege offen. Der Krankentransport besteht außerdem nicht nur daraus, eine Person von A nach B zu bringen. Unsere Freiwilligen lernen alles, was im Umgang mit den Patienten wichtig ist, und auch, mit den hauptamtlichen Teamkollegen zusammenzuarbeiten. Unser Ziel ist, die Freiwilligen so zu schulen, dass sie in der Lage sind, selbstständig zu arbeiten.